Sonntag, März 18, 2012

Euro ade?

Wie geht es weiter? Euro ade?


"Der Mensch akzeptiert Veränderungen nur unter dem Druck der Notwendigkeit, welche er aber erst im Krisenfall erkennt."
Jean Monnet


Nun, es muss nicht alles schlimm kommen. Europas Politiker haben bisher recht besonnen gehandelt und auch nicht so verkehrt. Immerhin haben sie den Euro gehalten und das größte Chaos vermieden. Problem ist dabei nur, dass sie die eigentlichen Probleme nicht lösen, sondern nur verschieben und die Folgen verstärken, da immer mehr Geld im Spiel ist. Die gute Nachricht könnte freilich sein, dass durch die bisherige Verteilung von Vermögen von unten nach oben, es überproportional die "Oberen" trifft, weil die "Unteren", denen vieles genommen wird, nicht mehr so viel zu verlieren haben.


Eine Währungsumstellung wird wohl sicher kommen. Zuerst werden sich die Griechen aus dem Euro verabschieden, um ihre eigene Währung Drachme (und ihre ebenso umgetauschten Schulden) beliebig abwerten zu können. Anders könnten sie ihre Schulden niemals zurückzahlen. Aber wenn die schlauen und vermögenden Griechen (wie schon geschehen) ihre "schlechten" Euros in die noch guten Euro Länder bringen, um eine Abwertung ihres persönlichen Vermögens zu vermeiden? Wenn das im großen Maßstab geschieht, müssen die anderen Euroländer nachziehen und ihre alten Euro in neue umtauschen.


Vielleicht werden andere Eurostaaten (Italiens Lire, Spaniens Peseta, Portugal...?) aus den gleichen Gründen wie Griechenland aussteigen. Vielleicht werden auch alle Euroländer schweren Herzens zu ihren Landeswährungen D-Mark, Francs, Gulden etc. zurückkehren. Wie auch immer: Ohne Abwertung geht es nicht. Wie so eine Währungsumstellung aussehen könnte und wie Währungsumstellungen gehandhabt werden, finden Sie hier auf den Goldseiten ausführlicher.



Ehemalige DDR-Bürger mögen sich auch noch an ihre - recht schmeichelhafte - Währungsumstellung erinnern. Um Betrügereien möglichst weitgehend zu vermeiden, passieren Währungsschnitte jedenfalls immer ad hoc, d.h. z.B. übers Wochenende.