Freitag, Februar 13, 2004

Ich lese endlich mal wieder ZEIT. Sie nähert sich der WOCHE an, obwohl diese Konkurrenz nicht mehr existisiert.

Motivation: Nur noch 12% der Arbeitnehmer sind richtig engagiert bei der Arbeit. 70% machen Dienst nach Vorschrift. Warum? Schlechtes Management. Und eben diese Ma-Nager-Ratten werden immer höher bezahlt. Da stimmt was nicht. Man kann wenig tun, um Mitarbeiter zu motivieren, aber viele Manager tun einiges, um Demotivation zu betreiben. Also: Keine Manager, keine Demotivation, gute und engagierte Arbeit.

Keine Freunde? Dann wirst du Politiker. Das sagt jedenfalls die Uni Essex in ihrer Langzeitstudie.

Pharmafirmen=Völkermörder, denn sie verweigern den Zugang zu billigen Aids-Medikamenten dort wo sie nötig wären. Das jedenfalls hat der Papst seinen Pater in einer Messe lesen lassen (Katholischer - äh - Kölner Stadt-Anzeiger vom 30.1.04). Er wird immer schärfer, der alte Woytila. Da boxt der Papst im Kettenhemd.

Werbeausgaben: In den letzten 15 Jahren haben sich die Werbeausgaben weit mehr als verdoppelt. Und jetzt geht's der Wirtschaft schlechter als damals. In der Nahrungsmittelindustrie werden jährlich allein in Deutschland 311 neue Tütensuppen, 584 Feinkostsyucen, 1561 Schokoladen und 2.505 alkoholfreie Getränke auf den Markt gebracht. Fast 2/3 davon gibt's im nächsten Jahr nicht mehr. Wer zahlt für den gigantischen Aufwand? Der Verbraucher. Klare logische Folgerung: Werbung und Produkte in Überdosis = Konsumbremse und Preistreiber. Bzw. Preisdrücker beim Erzeuger: Die Bauern sind zur industriellen Größe und entsprechenden Pharma- und Chemieerzeugnissen gezwungen und müssen EU-Prämien kassieren um zu überleben. Den Großteil eines Produktpreises macht heute bei der gängigen Supermarktware das Marketing aus. Das kann man aber nicht essen. Mal darüber nachdenken.

Dienstag, Februar 10, 2004

Straßen- und U-Bahnhöfe sind dem Grunde nach kommunikativ: Gestern war es die durchgeknallte Aldi- und Lidl-Taschenträgerin, die mit ihrem Laberflash jedem ihren Aldi-Prospekt zeigte und erzählte, was sie da jetzt kaufen muss und dass sie es in der kleinen Größe braucht, es gab's aber nur noch in der großen Größe...

Heute bin ich dem eigentlich ganz normalen Typ begegnet, der in die verbissenen Gesichter guckte und anfing zu reden. Mit wem auch immer seine Aufmerksamkeit darauf lenkte. Wie gesagt, das schien mir eigentlich ganz normal. Und die Dame von gestern hat auch mehr für Heiterkeit als für Ärger gesorgt. Also: Seid kommunikativ! Egal wie, erstmal.