Mittwoch, Januar 21, 2004

In der Stadt überall: Schnäppchen-Overkill

Sonderangebote selbst bei Fachgeschäften. Das törnt ab. Wer will da noch was kaufen, wenn die Schaufenster blutrot mit Prozentzeichen zugekleistert sind. Und drinnen sieht es nicht besser aus: Wenn ich einfach nur eben eine Schwimmbrille kaufen will und mit 238 Modellen konfrontiert werde. Gut dass ich noch Turnschuhe habe, denn da habe ich wahrscheinlich 3.000 Modelle zur Auswahl und muss für jede Sportart ein neues Paar kaufen.

Ich möchte einen Laden eröffnen mit schreiender Reklame "TEURER geht's nicht" "Nur hier: Absolute Wucherpreise!" Und dort gibt es: Lauter WIRKLICH praktische Waren des täglichen Bedarfs, Dinge, die man auch noch vererben kann und die FUNKTIONIEREN, statt Ramsch, der nach 10 Minuten auseinanderfällt, für den es keine Ersatzteile gibt, und wo der Verkäufer sagt: "Kaufen Sie sich 'nen neuen, das lohnt sich nicht zu reparieren."

Liebe Einzelhändler, ihr stellt euch selbst ein Bein, wenn ihr glaubt Verbraucher wollen nur billig und Riesen Auswahl.