Donnerstag, November 25, 2004

Peruanische Panflöten

Power Ponchos in den Fußgängerzonen wieder unterwegs. Wie die da unten zum Beispiel.
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Früher standen die trotz mitteleuropäischer Kälte unerschrockenen heiteren Panflötenmusikanten in der Fußgängerzone und bliesen ihre Heimatlieder. Als sie dank Spenden und Cassettenverkauf genügend Geld zusammen hatten, investierten sie in Verstärker, Lautsprecher und Stromaggregat.

Inzwischen spielen sie Kaufhausmusik und mitteleuropäische Volksweisen oder Urlaubsklassiker. Ob diese Marketingstrategie aufgeht? Wer weiß es?

Getreu dem zeitgemäßen Feuilleton - gib uns unseren täglichen Parallelgesellschaften-Multikulti-Van-Gogh Artikel - frage ich heute weiter: Sind Peruanische Panflötisten Parallelgesellschaftsmitglieder? Und ihre rumänischen oder albanischen Kollegen, die ihre Zigeunermusik noch richtig authentisch rüberbringen? Werden auch sie bald "Griechischer Wein" mit Dolby 6.1 Surround Sound darbieten?

Während unsereiner sich schon seit Jahren solche Fragen gestellt hat, rülpsen heute Politiker mehr oder weniger ungefragt ihre unqualifizierte Meinung zu solchen und anderen Themen ins Mikrofon des aufgeregten Reporters. Hm.

Sonntag, November 21, 2004

Parallelgesellschaften gibt es auch unter Deutschen. Da muss man nicht weit gucken: Der Mensch, der vereinsamt stirbt und keiner merkt's. Die Ehepaare, die nebeneinander her leben statt miteinander. Oder man beschäftigt sich mal mit der Zwillingsforschung.
Schier unerträglich, wie sich die Sprechblasenabsonderer und die Journaille aufeinander eingespielt haben: Maximale Wirkung erzielen (Schlagzeilen) mit minimaler Substanz (Sack Reis in China fällt um). Der Buchtitel, der mir vor ein paar Jahren einfiel, würde gut in die Zeit passen: "Die Panikgesellschaft". Ich wüsste nur nicht, was ich darin schreiben soll, was ein Buch füllt. Aber das tun ja andere bestimmt irgendwann.
Ach, ja und dann gibt es ja noch die Islamistendatei. Nur in der Beta Version, aber immerhin: Voilà.

Sonntag, November 14, 2004

Bevor das Jahr zu Ende geht: Ich denke nach über 20 Jahre 1984. Schwachsinn hoch 5 erobert die Welt. Gehirnwäsche funktioniert in den USA, wie man an den Wahlen sieht, genauso gut wie in Deutschland. Hier ist es die 40-Stunden-Woche als großartiges Wirtschaftswachstums-Wundermittel. Da ist es die Angst vor Terror. In unserer Altparteien-Diktatur ist die Demokratie ungefähr so lebendig wie in der Deutschen Demokratischen Republik. Da wird bestochen, betrogen und gelogen, dass es schon zu spät scheint.

Aber alles hat auch sein Gutes: Die privaten Raumfahrtinitiativen nehmen zu, d.h. die Multimilliardäre bereiten sich schon mal darauf vor, sich woanders niederzulassen, kurz bevor uns alles um die Ohren fliegt. Die Ratten verlassen das sinkende Raumschiff Erde. Hat auch was Gutes. Dann wären wir sie los.

Nachlese zur US-Wahl ein paar interessante Karten http://www.cscs.umich.edu/~crshalizi/election/

Freitag, Juni 11, 2004

Europawahl: Gestern in Strempt (Eifel). Die CDU verteilte ihre Fußball-EM Heftchen. Das von 2004 wirkte wesentlich umfangreicher und teurer als das von 2000, das auch noch auslag. Als Alzheimer-Test? Wer weiß noch, wie z.B. am 15. Juni Schweden-Türkei gespielt haben??

A propos Alzheimer: Ronald Reagan ist ja jetzt bekanntlich im "Reich der Guten" wie die taz so treffend titelte. Ich meine: 24 Jahre zu spät. Seine Nicht-Präsidentschaft hätte uns so manchen Quatsch erspart.

Heute war ich bei den Grünen in der Tonhalle in Düsseldorf. Neben einigen Grünen-Größen, die keinen interessierten (z.B. Frau Höhn, immerhin Verbrauchte Ministerin in NRW) kamen viele Junge mit T-Shirt "Entscheider" (höhö, wenn die wüssten...), die nebenan einen Anstecker "Helfer" hatten. Ja, das trifft es eher: Ministranten oder sollte ich sagen "Masturbations-Gehilfen" der Fischer-Führer dieser Welt vor einem gefolgsamen Publikum, ein Sammelbecken aus Neo- und Post-Konformisten, Inkompetenzen, Selbstdarstellern und anderen Sprechblasen-Absonderern? Grün war die Hoffnung, aber das ist gut 20 Jahre her. Wer das noch nicht gemerkt hat, hat Pech gehabt.

Sonntag, Juni 06, 2004

Europawahl: Schwer zu glauben, wie unprofessionell ungleich besser mit Personal und Geld ausgestattete Kandidaten ihren Wahlkampf im Web und in der Öffentlichkeit betreiben. Unvollständige Terminkalender, schwer zu findende Informationen, technisch schlecht bis falsch gestaltete Webseiten von CDU bis PDS. So sieht das aus. Und will man dann mal zu einer Veranstaltung an der Uni Köln verlinken, findet man nicht mal den interaktiven Campuswegweiser, weil er nicht funktioniert...

Samstag, Februar 21, 2004

"Dr. Dschungel, holt mich hier raus". Wird Endemol jetzt von wahnsinnigen Anti-Fans seiner Terror-Shows auf eine Menschenfresserinsel deportiert?
Es wird immer extremer. Gerüchte, Endemol habe mit seinen alten Skatbrüdern Atta und Bin Laden DAS Medienereignis vom 11.9.2001 inszeniert, weil er neben seinen jämmerlichen RTL-Shows auch etwas wirklich Großes, ja das "größte Kunstwerk" (Stockhausen) für das neue Jahrtausend schaffen wollte. Böse Mächte mit Plänen, ihn auf einer Menschenfresserinsel auszusetzen.
Jetzt heißt es, dass die 4. RAF-Generation sich - inspiriert und gesponsort von eben jenem durchgeknallten Holländer - verstärkt den Medien-Tycoons und demokratisch von Nichtwählern legitimierten Arschlöchern dieser Welt widmen wird. So muss sich Silvio Berlusconi demnächst eine Einzelzelle mit einem koreanischen Klon von Benito Mussolini teilen, während in der Nachbarzelle George W. Bush zusehen muss, ob er Adolf Hitler gewachsen ist. Das wird natürlich live gefilmt. Die Gewinner der ultimativen Wettkämpfe treten zu den nächsten Wahlen in ihrem Heimatland an. Spannende Unterhaltung wünscht Ihnen... Supersponsor Menschenzoo.

TOLL COLLECT: Toll, was wir so alles sammeln. Telekom und Daimler-Manager, geht mal schön Pfandflaschen sammeln, um das Geld, was ihr uns Steuerzahler gekostet habt, auch zu verdienen, ihr Penner! Viel Spaß, Jungs!

Freitag, Februar 13, 2004

Ich lese endlich mal wieder ZEIT. Sie nähert sich der WOCHE an, obwohl diese Konkurrenz nicht mehr existisiert.

Motivation: Nur noch 12% der Arbeitnehmer sind richtig engagiert bei der Arbeit. 70% machen Dienst nach Vorschrift. Warum? Schlechtes Management. Und eben diese Ma-Nager-Ratten werden immer höher bezahlt. Da stimmt was nicht. Man kann wenig tun, um Mitarbeiter zu motivieren, aber viele Manager tun einiges, um Demotivation zu betreiben. Also: Keine Manager, keine Demotivation, gute und engagierte Arbeit.

Keine Freunde? Dann wirst du Politiker. Das sagt jedenfalls die Uni Essex in ihrer Langzeitstudie.

Pharmafirmen=Völkermörder, denn sie verweigern den Zugang zu billigen Aids-Medikamenten dort wo sie nötig wären. Das jedenfalls hat der Papst seinen Pater in einer Messe lesen lassen (Katholischer - äh - Kölner Stadt-Anzeiger vom 30.1.04). Er wird immer schärfer, der alte Woytila. Da boxt der Papst im Kettenhemd.

Werbeausgaben: In den letzten 15 Jahren haben sich die Werbeausgaben weit mehr als verdoppelt. Und jetzt geht's der Wirtschaft schlechter als damals. In der Nahrungsmittelindustrie werden jährlich allein in Deutschland 311 neue Tütensuppen, 584 Feinkostsyucen, 1561 Schokoladen und 2.505 alkoholfreie Getränke auf den Markt gebracht. Fast 2/3 davon gibt's im nächsten Jahr nicht mehr. Wer zahlt für den gigantischen Aufwand? Der Verbraucher. Klare logische Folgerung: Werbung und Produkte in Überdosis = Konsumbremse und Preistreiber. Bzw. Preisdrücker beim Erzeuger: Die Bauern sind zur industriellen Größe und entsprechenden Pharma- und Chemieerzeugnissen gezwungen und müssen EU-Prämien kassieren um zu überleben. Den Großteil eines Produktpreises macht heute bei der gängigen Supermarktware das Marketing aus. Das kann man aber nicht essen. Mal darüber nachdenken.

Dienstag, Februar 10, 2004

Straßen- und U-Bahnhöfe sind dem Grunde nach kommunikativ: Gestern war es die durchgeknallte Aldi- und Lidl-Taschenträgerin, die mit ihrem Laberflash jedem ihren Aldi-Prospekt zeigte und erzählte, was sie da jetzt kaufen muss und dass sie es in der kleinen Größe braucht, es gab's aber nur noch in der großen Größe...

Heute bin ich dem eigentlich ganz normalen Typ begegnet, der in die verbissenen Gesichter guckte und anfing zu reden. Mit wem auch immer seine Aufmerksamkeit darauf lenkte. Wie gesagt, das schien mir eigentlich ganz normal. Und die Dame von gestern hat auch mehr für Heiterkeit als für Ärger gesorgt. Also: Seid kommunikativ! Egal wie, erstmal.

Sonntag, Januar 25, 2004

Eine Bahnreise durch das Sauerland

Wickede: Eine Fliesen- Platten, Holzpavillon- und Dachziegel-Musterausstellung. Ein Gewerbepark mit Flächen zu vermieten. Weiße Laternen in gepflegten Gärten, ein Bungalow aus den 70ern mit Doppelgarage, etwas anderes als Warsteiner trinken wäre hier ungewöhnlich. Ein Wohnmobil auf dem zusätzlich angelegten Stellplatz im Vorgarten. Die Kinder sind groß, das Haus zu groß, es gibt nichts mehr zu arbeiten, also auf in die weite Welt.

Ein Angelteich, eine Kläranlage, ein Fahrradweg. Ein Sonnenstudio, ein Nagelstudio, ein Spielsalon, ein Schnäppchenmarkt in oder zwischen den leerstehenden Ex-Schuh-, -Lebensmittel-, -Radio- und -Kleiderfachgeschäften auf dem Dorf.

Neheim-Hüsten hat noch das Glück, einen Industriebetrieb zu beherbergen. Da sind auch die Mercedes-Benz Niederlassung nicht weit, der Möbelmarkt, der Aldi in Gehentfernung zur neuen Eigenheimsiedlung, aus der alle dennoch mit dem Auto hinfahren. Bemooste Kirchendächer beherbergen innenseitig Mobilfunkantennen, denn die Kollekte reicht nicht mehr. Bröckenlnde Fassaden aus den 1960er Jahren sind mit den obligatorischen Satellitenschüsseln bestückt, wenn sie nicht mehr auf den Balkon passen. Stapel mit hunderten von Holzpaletten - jede für sich 6 Euro Pfand wert - verwittern an einer Industriehalle, in der sich nichts mehr tut. Container mit fein säuberlich getrenntem Müll auf dem städtischen Bauhof. Zu groß geratene Fabrikantenvillen aus den 80er Jahren mit wuchtigen Schornsteinen, an deren Sockel alternde Fabrikanten am offenen Kamin darüber sinnieren, was falsch gelaufen ist, dass ihre Söhne und Töchter die Fabrik nicht übernehmen können (der Weltmarkt) oder wollen.

Der Kaufpark in Oeventrop, bayerische barocke Balkonbrüstungen in Freienhohl, verkratzte Fahrkartenautomaten, ein Grafitto "Farbe deckt nicht", der Baumarkt und das Umspannwerk neben dem verlassenen Bauernhof, der "Entsorgungspark" in Wennemeen (privat betrieben und nicht so ordentlich wie der städtische in Neheim-Hüsten). Vermooste Betonröhren in Wald und Wiese an einem Hang mit ungestürzten Bäumen. Cleanpark und Gartencenter. Meschede.

Mittwoch, Januar 21, 2004

In der Stadt überall: Schnäppchen-Overkill

Sonderangebote selbst bei Fachgeschäften. Das törnt ab. Wer will da noch was kaufen, wenn die Schaufenster blutrot mit Prozentzeichen zugekleistert sind. Und drinnen sieht es nicht besser aus: Wenn ich einfach nur eben eine Schwimmbrille kaufen will und mit 238 Modellen konfrontiert werde. Gut dass ich noch Turnschuhe habe, denn da habe ich wahrscheinlich 3.000 Modelle zur Auswahl und muss für jede Sportart ein neues Paar kaufen.

Ich möchte einen Laden eröffnen mit schreiender Reklame "TEURER geht's nicht" "Nur hier: Absolute Wucherpreise!" Und dort gibt es: Lauter WIRKLICH praktische Waren des täglichen Bedarfs, Dinge, die man auch noch vererben kann und die FUNKTIONIEREN, statt Ramsch, der nach 10 Minuten auseinanderfällt, für den es keine Ersatzteile gibt, und wo der Verkäufer sagt: "Kaufen Sie sich 'nen neuen, das lohnt sich nicht zu reparieren."

Liebe Einzelhändler, ihr stellt euch selbst ein Bein, wenn ihr glaubt Verbraucher wollen nur billig und Riesen Auswahl.

Donnerstag, Januar 15, 2004

Unfreiwillig komisch: Fleisch. Mach´s Dir leicht.
Der Menschenfresser von Rotenburg hat Trends gesetzt. In der aktuellen CMA-Werbung auf den Reklameflächen mit dem schönen Namen "City Light Poster" tuscheln die Mädels, was sie mit dem Fleisch des anderen Geschlechts anstellen: "Mach sie erst an und vernasch sie dann alle". Die Jungs rächen sich: "Wickel sie erst ein und lass sie dann schmoren".
Das muss ich auch mal probieren. Wo gibt es denn Menschenfleisch zu kaufen? Und gibt es auch Schenkel vom Vegetarier? Vielleicht Alkoholiker-Leber im Bierteig? Hm, lecker, was?

Gar nicht witzig:
Nordrhein-Westfalen: Kürzungen im Jugendbereich = 18 Mio. Euro
Köln: Bestechung und Veruntreuung wegen Müllverbrennungsanlage = 360 Mio. Euro
USA: Bushs Weltraumpläne 2004-2009: 12.000 Mio. Dollar
Noch Fragen? Ja: Wer erfindet eine Politikerbeschimpfungsmaschine?

Mittwoch, Januar 07, 2004

Berlusconi. Neben Bush einer der beiden größten regierenden Gangster dieser Welt, die ich kenne. Natürlich sind Diktatoren in afrikanischen Ländern keinen Deut besser - nur begehen sie ihre Verbrechen und Grausamkeiten direkter, offensichtlicher. Wenn die USA etwas beschließen, wird es gemacht - egal wie viele Menschenleben es kostet, so lange es nicht die des eigenen Landes sind. In Italien kontrolliert Berlusconi 3 private Fernsehsender, über sein Amt die staatliche RAI, er hat seine eigenen Filmproduktionen, Kino- und Videoketten, Verlage mit 40% Marktanteil am italienischen Buchhandel und 50 Zeitungen und Zeitschriften. Daneben hatte er ja auch noch ein gutes Dutzend Verfahren gegen seine Wirtschaftsverbrechen am Hals. All dem entzieht er sich mit der Entlassung unliebsamer Richter und Staatsanwälte oder er lässt gleich Gesetze schreiben und beschließen, die ihn immun gegen scheinbar alles machen. Scheinbar.

Dagegen sind die Jungs von der SPD nur kleine Spitzbuben. Erzählen jede Menge Stuss und schmeißen mit Worthülsen nur so um sich, die inhaltlich GAR NICHTS ändern - Ihr wisst schon, die Arbeitsagentur, der ganze Hartzer Käse I bis unendlich, von dem Hartz selbst gar nichts mehr wissen will, die Jobcenter, die Ich AG, die Mini- und Midijobs etc. pp.

"Innovation in Technik und Gesellschaft". "Zukunft, Bildung, Eliteuniversitäten!" - Super Konzepte, Münte! Und die Medien schreiben diese Variation über das ewig gleiche Themenquark auch noch auf. "Transrapid geradeaus fahren lassen" - was ein Schenkelklopfer!. Die Grünen schwafeln indes von der "Materialisierung des Postmaterialismus" - alles klar, ihr schlechten Kopien der roten Schwachrüben. Und dafür habe ich euch 14 Jahre lang gewählt? Seit 1998 wähle ich mich selbst. Keine Macht für Keine Partei!

Dienstag, Januar 06, 2004

Wie kam ich auf den Traum von gestern? Wahrscheinlich weil Prodi in seinem Privathaus und andere EU-Abgeordnete mit Briefbomben-Warnungen belegt wurden. Die Mafia lässt grüßen. Erst schneiden sie den kleinen Finger ab, und dann...
Welche Mafia ist hier wohl am Werk? Wer will Europa bedrohen? Wer hat von der Einschüchterung des wachsenden friedlichen Europa am meisten?

Übrigens: am 1.1. war wie jedes Jahr Weltfriedenstag? Hat es jemand gemerkt?
"In den fünfundzwanzig Jahren meines Pontifikats, die mir der Herr bisher gewährt hat, habe ich nicht aufgehört, meine Stimme gegenüber der Kirche und der Welt zu erheben, um Glaubende wie alle Menschen guten Willens einzuladen, sich der Sache des Friedens anzunehmen, um zur Verwirklichung dieses wichtigen Gutes beizutragen und um dadurch der Welt eine bessere Ära in frohem Zusammenleben und gegenseitiger Achtung zu sichern." sagte der Papst unter anderem dazu.

„Wir wünschen, die Kinder der Palästinenser und Israeli eines Tages miteinander spielen und Hand in Hand die Strassen überqueren zu sehen.
Wir stellen uns Palästinenser und Israeli vereinigt vor im Kampf gegen die Armut, die Kindersterblichkeit und gegen die Wasserverschmutzung. Wir wünschen uns zu sehen, wie sie die Schätze dieses schönen Landes, das einem den Atem raubt beim Anblick des Sonnenuntergangs über den Hügeln Judaeas oder beim Anblick der trockenen Hügel Jerichos über dem Horizont, miteinander teilen. Es kann wirklich ein heiliges Land sein: ein wunderbares Beispiel für den Rest der Weltgemeinschaft, wie der Mensch seinem Mitmenschen vergeben kann: Einander nicht mehr feind, sondern Brüder und Schwestern, die sich gemeinsam den Aufgaben des Lebens stellen.
Ein glückliches neues Jahr!“
Laila und Nafez Nazzal, Bir Zeit Universität, Ramallah zitiert in ZEIT-FRAGEN.ch 48/49/03, 22.12.03

Ach ja, und noch was zur Realpolitik:
Saddam Hussein hat sich nicht verschanzt, sondern wurde versteckt, mutmaßt der israelische Nachrichtendienst „Debka“. Der Zeitpunkt seiner “Entdeckung” fällt zufällig (?) zusammen mit der Unterschrift des US-Präsidenten, die einen weiteren Einschnitt in die Rechte der US-Bürger durch den sogenannten US Patriot Act darstellt. Eine Unterschrift, die Bush am Samstag leistet, das hat er sonst nur für Gesetze getan, die andernfalls die Regierung am folgenden Montag handlungsunfähig machen würden (http://www.heise.de/tp/deutsch/special/auf/16426/1.html).

Sonntag, Januar 04, 2004

Neues Jahr, neuer Versuch des täglichen Logs, dieses Mal in Muttersprache.
Frieden ist was Herrliches. Ausschlafen, fließend warmes Wasser, Brötchen, Kaffee. Scheinbare Selbstverständlichkeiten, aber Schätze! Daran müssen wir arbeiten, denn andere arbeiten eifrig dagegen.
Heute nacht geträumt von einem alten blauen Volvo (DDR-Staatskarosse) mit zerschossener Scheibe. Darin wurde Bundeskanzler Schröder erschossen. Vor drei Tagen. Kaum zu glauben, dass das solange unter der Decke blieb bei seiner ständigen Medien-Präsenz. Wer war's? Natürlich der Geheimdienst der finstersten Macht dieser Zeit - um Europa wirtschaftlich und moralisch zu destabilisieren.